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Ev.-lutherische Kirche Oldendorf Marienkirche

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Melle

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Ansicht der Kirche

Sehenswert ist die einschiffige evangelisch-lutherische Marienkirche, die Anfang des 12. Jahrhunderts mit dem Kirchturm aus Stein vollendet wurde. Besonders sehenswert ist der dreiflügelige Schnitzaltar mit seinen Darstellungen der Passion Christi.[16] Eine kleine, von Mönchen aus dem Kloster Corvey erbaute Holz-Kirche (Klause), die dem heiligen Dionysius geweiht war, hatte es an dieser Stelle schon im 9. Jahrhundert gegeben. Ab dem Jahr 1255 hat Oldendorf ein selbständiges Kirchspiel

Sicht auf den Altar

Sicht auf den Altar

Die bauliche Entwicklung der Oldendorfer Marienkirche

Im Jahr 1797 beschlossen die Kirchenvorsteher mit dem Pfarrer Oldenburg (1797-1825) in der beengten Oldendorfer Kirche zusätzliche Sitzplätze einzurichten. Außerdem sollte die defekte Orgel durch eine neue ersetzt werden.

Aufgrund vorliegender historischer Unterlagen wurde das Kirchenschiff mit dem Chor etwa Mitte des 13. Jahrhunderts im sogenannten Übergangsstil an den damals bereits vorhandenen Kirchenturm (12. Jahrhundert) angebaut. Bezeichnend dafür sind die romanisch wirkenden rippenlosen Kreuzgewölbe, deren Gräte sich oben im Scheitel verliegen, die Spitzbogengurte sowie das mit einem Kleeblattbogen bekrönte Eingangsportal. Die 1471 angebaute Beichtkammer (Sakristei) mit dem Rundbogengewölbe hatte seinerzeit nur einen Zugang von der Kirche.

Allerdings lässt der unsymmetrische Grundriss des Kirchenschiffes mit dem zurückspringenden Versatz an der Nordwestecke und dem nicht ganz in der Längsachse liegenden Chor vermuten, dass an dieser Stelle bereits vorher ein langes, schmales Gebäude aus Natursteinmauerwerk gestanden hat. Es dürfte etwa Ende des 12. Jahrhunderts errichtet worden sein, da das Marienpatrozinium (lt. Prinz 1934/73) auf diesen Gründungszeitraum hinweist.

1799 erstellte Courtaine die neue Orgel mit einem großen Blasebalg oberhalb des Flügelaltars. Zur Schaffung zusätzlicher Sitzplätze wurden die beiden Seitenaltäre entfernt und die freistehende Kanzel zurück an den Stützpfeiler gesetzt. Auch die Westprieche erhielt mit einem Vorbau weitere Sitzplätze.

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