Melle | Navigator

Hase-Ems-Tour

Rubrik:Regionales Radwandern, Mehrtagestour
Start:Melle
Streckenverlauf:Osnabrück, Bersenbrück, Quakenbrück, Essen (Ol), Löningen, Haselünne, Meppen, Lingen (Ems), Salzbergen
Ziel:Rheine
Länge:277,65 km
Dauer:ca. 3 Tage
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Fahrrad mit blau-grünen Rädern und Routenname auf weißem Rechteck
Kartenmaterial:Regionalkarte 1:100.000, RC15, (RC16), RC21
Kartenmaterial bestellen »

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Route mit geringen Höhenunterschieden entlang asphaltierter Wege

Das Lied von der Gemütlichkeit singt zwar Balou, der Bär aus dem "Dschungelbuch", doch es könnte auch die Hymne der Hase- und Ems-Region sein. Hier ist Ruhe angesagt: in der hügeligen Landschaft des Naturparks im Osnabrücker Land, den idyllischen Wäldern des Hase-Urstromtales und in den weitläufigen Moor- und Heidegebieten im Emsland. Und je nach persönlichem Gemütlichkeitsfaktor kann man am Ende des Tages entweder in einem urigen Heuhotel einkehren oder im Vier-Sterne-Luxushotel einchecken.

Die Route beginnt im malerischen Melle im Osnabrücker Land. Selbst hier in der Nähe der Quelle ist das Gelände so flach, dass ein Wassertropfen der Hase ganze sechs Tage bis zur Mündung braucht. Diesen Rekord sollte selbst der gemütliche Radfahrer brechen können!

Zahlreiche Obstbäume wachsen rechts und links der Strecke als natürliche Wegweiser. Sehr viel mehr sollen noch angepflanzt werden, jeweils in einem Abstand von 15 Metern. "Mundraub" ist ausdrücklich erlaubt! In der Bischofs- und Universitätsstadt Osnabrück kann man sich an architektonischen Leckerbissen erfreuen: Stolze Patrizierhäuser und romantische Fachwerkbauten stehen neben Bauhaus-Villen und dem Felix-Nussbaum-Haus, einem Museum, das von dem amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfen wurde. Wer sich eher an natürlicher Schönheit erfreuen möchte, der besucht die Sanddünen in Wallenhorst oder das Naturschutzgebiet Haseniederung mit seinen seltenen Vogel- und Pflanzenarten.

In der alten Handelsstadt Bramsche wiederum ist das Tuchmacher-Museum einen Aufenthalt wert, und im Alfsee haben alle Wasserratten dieser Welt die Möglichkeit, abzutauchen und durch die Fluten zu pflügen. Rieste etabliert sich mehr und mehr als Ferienort mit ausgedehnten Wassersport- und Freizeiteinrichtungen. Bei Quakenbrück beginnt dann das wunderschöne Hasetal, ein Relikt der letzten Steinzeit.

Wer mal runter will vom Sattel, kann übrigens auch mit dem historischen Dampfzug fahren oder sich auf der Hase im Kanu vergnügen. In jedem Fall sollte man für die Fahrt nach Meppen etwas mehr Zeit einplanen: zum Beispiel für Deutschlands größte pfeilerlose Saalkirche in Löningen, den Kulturbahnhof von Herzlake oder - noch ein Superlativ - den größten hiesigen geschlossenen Wacholderbestand in Haselünne. Verständlich, dass an dieser Stelle seit alters her Korn gebrannt wird und der Ort auch ein Brennereimuseum sein eigen nennt.

Schließlich gelangt man nach Meppen, der Stadt an den Flüssen. Hier treffen sich zwar nicht Hase und Igel, aber dafür Hase und Ems sowie der Dortmund-Ems-Kanal. Klar, dass auch hier das Wasser lockt. Baden und Angeln stehen auf dem Programm, aber ebenso können es Schifffahrten auf der Ems oder ein Besuch der Emsländischen Freilichtspiele sein. Sehenswert das alte, mit viel Liebe restaurierte Rathaus und die Höltingmühle, gelegen am Zusammenfluss von Hase und Ems.

Entlang der Ems führt die Route jetzt durch eine Moorlandschaft mit bemerkenswerter Tier- und Pflanzenwelt. In der Nähe der alten Festungsstadt Lingen kann der Wasserfall Hanekenfähr bestaunt werden. Mit einer Fahrt durch die romantischen Kiefern- und Laubwälder um Emsbüren endet die Tour im westfälischen Rheine (Naturzoo, Kloster, Schloss) oder kann über die Verbindungsstrecke fortgesetzt werden zurück nach Osnabrück.

Die 265 Kilometer lange Hase-Ems-Tour ist ein Zwei-Flüsse-Zweirad-Trip zum Genießen, das gemütliche "Flussradeln" drängt sich hier geradezu auf. Fernab der Hauptverkehrsstraßen geht´s überwiegend über asphaltierte Wege. Nur in der Nähe von Melle gibt es einige wenige Steigungen, die aber selbst dem Nachwuchs den Spaß nicht verderben werden.

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (1,68 MB)

Urheber: ADFC - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Postfach 107747, 28077 Bremen TV@Osnabruecker-Land.de www.osnabruecker-land.de

« zurück zur Übersicht »